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GVB: Altersvorsorge-Reform muss dringend nachgebessert werden

in Finanzen
Lesedauer: 2 min.

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Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) übt im Vorfeld der ersten Lesung zur Reform der privaten Altersvorsorge im Deutschen Bundestag scharfe Kritik an den bisherigen Plänen der Bundesregierung. Aus Sicht des Verbands sind die vorgesehenen Maßnahmen für das Altersvorsorgedepot unzureichend, um die wachsenden Herausforderungen durch die demografische Entwicklung und die steigende Belastung der gesetzlichen Rentenversicherung zu bewältigen. Seit den 1960er-Jahren hat sich die durchschnittliche Dauer des Rentenbezugs fast verdoppelt, während die Zahl der Beitragszahler im Verhältnis zu den Rentnern kontinuierlich sinkt.

Stefan Müller, Präsident des GVB, betonte am Mittwoch in München, dass jahrelange Diskussionen über die Rentenreform nun in konkrete und mutige Entscheidungen münden müssten. Ein halbgares Konzept werde dem demografischen Wandel nicht gerecht. Das Altersvorsorgedepot könne zwar ein effektives Werkzeug sein, doch nur, wenn es von Anfang an richtig konzipiert werde und nicht durch unnötige Einschränkungen geschwächt werde.
Besonders kritisch bewertet der GVB die geplante Förderobergrenze von 1.800 Euro, die deutlich unter den ursprünglich diskutierten 3.000 Euro liegt. Ein solcher Betrag reiche nicht aus, um eine spürbare Zusatzrente aufzubauen. Zudem wirke die vorgesehene Besteuerung während der Auszahlungsphase abschreckend – insbesondere für Haushalte mit niedrigerem Einkommen.
Müller erklärte, dass eine erfolgreiche Vorsorgepolitik nicht durch nachträgliche Belastungen untergraben werden dürfe, da dies das Vertrauen der Bürger in das System schwächen würde.

Der Verband fordert daher konkrete Verbesserungen: eine Erhöhung des förderfähigen Eigenbeitrags auf 3.000 Euro, eine jährliche, automatische Anpassung an die Inflation, Steuerbefreiung auch in der Auszahlungsphase sowie die Öffnung des Modells für weitere Zielgruppen wie Selbstständige. Garantien auf gesetzlicher Ebene lehnt der GVB ab, da sie die Renditemöglichkeiten unnötig einschränken würden. Müller warnte davor, dass staatliche Preisdeckel und Garantievorgaben den Wettbewerb behindern und letztlich die Erträge schmälern würden.

Die Volks- und Raiffeisenbanken könnten mit ihrem flächendeckenden Filialnetz und ihrer persönlichen Beratungskompetenz eine zentrale Rolle spielen, um breite Bevölkerungsschichten für die private Altersvorsorge zu gewinnen und den Einstieg zu erleichtern.
Abschließend betonte Müller, dass Deutschland eine solide dritte Säule der Altersvorsorge benötige. Der aktuelle Entwurf sei zwar ein erster Ansatz, aber bei Weitem nicht ausreichend. Um die private Vorsorge nachhaltig zu stärken, sei es jetzt notwendig, mutige und weitreichende Entscheidungen zu treffen. Andernfalls drohe eine ganze Generation wertvolle Chancen zu verpassen.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Genossenschaftsverband Bayern e.V./Veröffentlicht am 25.02.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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