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Kryptowährungen gewinnen für die Altersvorsorge an Bedeutung

in Finanzen
Lesedauer: 3 min.

Eine aktuelle, repräsentative Umfrage zeigt, dass 48 Prozent der Menschen in Deutschland, die bereits in Kryptowährungen investiert haben, digitale Währungen trotz ihrer hohen Schwankungsbreite gezielt für den langfristigen Vermögensaufbau nutzen. Besonders die Generation der Millennials soll diesen Wandel vorantreiben.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele Menschen in Deutschland wegen einer unsicheren Rentenperspektive nach renditestärkeren Alternativen zu traditionellen Vorsorgeprodukten suchen. Eine neue Studie im Auftrag von BISON, der Krypto-Plattform der Gruppe Börse Stuttgart, kommt zu dem Ergebnis, dass Kryptowährungen sich zunehmend von einem spekulativen Instrument zu einer langfristigen Anlagemöglichkeit entwickeln. Trotz zwischenzeitlicher Einbrüche habe insbesondere Bitcoin über die Jahre hinweg deutlich an Wert gewonnen. Dadurch würden digitale Währungen in der privaten Altersvorsorge vieler Menschen spürbar relevanter.

Vom kurzfristigen Risiko zur langfristigen Strategie

Obwohl Kryptowährungen häufig als kurzfristige, volatile Spekulationsobjekte wahrgenommen werden, zeichnet die Untersuchung ein anderes Bild. Fast die Hälfte derjenigen, die bereits in Krypto investiert sind, nutze digitale Währungen vor allem als langfristige Anlageform, häufig mit Blick auf die Altersvorsorge. Im Gegensatz dazu verfolge nur gut ein Drittel der Befragten kurzfristige Handelsstrategien.

Auffällig sei zudem, dass die Mehrheit der Krypto-Investierenden nach eigenen Angaben grundsätzlich eher konservativ bei der Altersvorsorge vorgehe. Rund zwei Drittel ordnen demnach Sicherheit eine höhere Bedeutung zu als reinen Gewinnchancen.

Millennials treiben den Strukturwandel voran

Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Fokus der Befragten noch leicht auf kurzfristigem Handel. Ab der Altersgruppe von 30 bis 39 Jahren verschiebe sich dieses Verhältnis jedoch deutlich zugunsten langfristiger Anlagen. Viele in dieser Altersgruppe würden Kryptowährungen bewusst als Baustein für die spätere finanzielle Absicherung nutzen und langfristig halten.

In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen investiere nahezu die Hälfte langfristig in digitale Währungen, während ein Drittel weiterhin auf kurzfristige Strategien setze. In den Altersgruppen darüber steige der Anteil langfristig orientierter Investoren weiter an, besonders stark bei den 50- bis 59-Jährigen. Auch im Alter zwischen 60 und 70 Jahren dominieren langfristige Anlagestrategien.

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Die Millennials in ihren Dreißigern bilden laut Studie die Altersgruppe mit dem höchsten Krypto-Anteil im Portfolio. 27 Prozent dieser Gruppe besitzen digitale Währungen neben klassischen Anlageformen wie Spar- und Festgeldprodukten, Fonds, ETFs, Aktien, Derivaten oder Edelmetallen. Sicherheit spiele für sie weiterhin eine zentrale Rolle, gleichzeitig erhoffe sich ein bedeutender Teil gute Gewinnchancen. Kryptowährungen scheinen aus Sicht vieler Befragter beide Aspekte zumindest teilweise erfüllen zu können.

Wertsteigerung als Hauptmotivation

Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich das Verständnis vieler Nutzer für Kryptowährungen wandelt. Eine langfristige Wertentwicklung stehe für mehr als die Hälfte der Befragten im Vordergrund. Rund 38 Prozent geben an, Krypto explizit zur Altersvorsorge einzusetzen, während nur ein Drittel schnelle Gewinne anstrebt.

Vertreter von BISON weisen darauf hin, dass digitale Währungen wie Bitcoin trotz zeitweiser Rückgänge in den vergangenen Jahren die stärkste Anlageklasse gewesen seien. Der Markt entwickle sich ihrer Beobachtung nach weiter, staatliche Regulierungen nähmen zu und immer mehr Anlegerinnen und Anleger würden das langfristige Potenzial erkennen. Gleichzeitig bleibe die Asset-Klasse volatil, weshalb Rücksetzer weiterhin zum Marktgeschehen gehören.

Die Studie betont außerdem, dass Kryptowährungen zunehmend im Rahmen einer strategischen Vermögensplanung betrachtet werden. Digitale Werte würden demnach verstärkt als Baustein in diversifizierten Portfolios genutzt, um eine ausgewogene Risiko-Rendite-Balance zu erreichen.

Über die Studie

Die Untersuchung wurde von Marketagent im Auftrag von BISON durchgeführt. Das Institut betreibt eines der größten Online-Panels im deutschsprachigen Raum. Befragt wurden 2.000 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren, die Stichprobe ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung. Die Erhebung fand vom 29. August bis 11. September 2025 statt.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Börse Stuttgart/Veröffentlicht am 26.11.2025

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