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Stempel mit Privatinsolvenz

©Pulwey/stock.adobe.com

Privatinsolvenzen 2025: Höchster Stand seit zehn Jahren

in Finanzen
Lesedauer: 2 min.

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 107.816 Privatinsolvenzen verzeichnet, was einem Anstieg von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies geht aus dem „Schuldenbarometer 2025“ des Informationsdienstleisters CRIF hervor. Mit knapp 108.000 Fällen erreichte die Zahl den höchsten Stand der letzten zehn Jahre – abgesehen von 2021, als ein Sondereffekt durch eine Gesetzesreform zu einer vorübergehenden Häufung führte. Damals hatten viele Betroffene ihre Anträge bewusst verschoben, um von der verkürzten Restschuldbefreiung zu profitieren.

Die wirtschaftliche Situation in Deutschland bleibt angespannt. Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer von CRIF Deutschland, erklärt, dass hohe Energie- und Lebensmittelpreise die Lebenshaltungskosten weiter belasten. Viele Haushalte können ihre finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen, da Einkommen stagnieren und Rücklagen aufgebraucht werden. Besonders prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Niedriglöhne und Arbeitslosigkeit erhöhen das Insolvenzrisiko.

Für 2026 wird mit einem weiteren Anstieg auf etwa 110.000 Privatinsolvenzen gerechnet. Die Hauptgründe bleiben Arbeitslosigkeit, geringes Einkommen, gescheiterte Selbstständigkeit, familiäre Veränderungen, gesundheitliche Probleme und übermäßiger Konsum. Die durchschnittliche Schuldenhöhe beträgt rund 15.000 Euro.

Besorgniserregende Entwicklungen bei jungen und älteren Menschen Bei den 18- bis 20-Jährigen stiegen die Insolvenzen um 52,6 Prozent, bei den 21- bis 30-Jährigen um 28,6 Prozent. Ursachen sind fehlende Rücklagen, spontane Käufe auf Raten und die Nutzung von „Buy now, pay later“-Modellen. Auch bei Menschen ab 61 Jahren gab es einen deutlichen Anstieg von 10,6 Prozent, bedingt durch steigende Mieten, sinkende Renten und den Verlust des Partners.

Regionale Unterschiede Die Insolvenzquote variiert stark: Bremen (201 Fälle pro 100.000 Einwohner), Hamburg (177) und Niedersachsen (172) führen die Statistik an. Bayern und Thüringen verzeichnen mit jeweils 86 Fällen die niedrigsten Werte. Die höchsten Zuwächse gab es im Saarland (+21,8 %) und Baden-Württemberg (+17,0 %), während Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern leichte Rückgänge verzeichneten.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von CRIF GmbH/Veröffentlicht am 27.02.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

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