Deutsche Haushalte setzen im europäischen Vergleich besondere Schwerpunkte bei ihren Konsumausgaben. Einer aktuellen Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge fließt in keinem anderen EU-Land ein so großer Anteil des Haushaltsbudgets in Freizeit, Sport, Kultur und Erholung wie in Deutschland.
Im Jahr 2024 lag dieser Anteil hierzulande bei 9,6 Prozent der gesamten Konsumausgaben. Damit rangiert Deutschland knapp vor Schweden und deutlich über dem EU-Durchschnitt von 7,5 Prozent. Besonders niedrig fällt dieser Wert in Rumänien aus, wo nur 2,6 Prozent des Budgets in diesen Bereich fließen.
Auch beim Wohnen zeigt sich ein vertrautes Bild: Dieser Posten bleibt sowohl in Deutschland als auch im EU-Durchschnitt der größte Ausgabenblock. In Deutschland entfallen 23,3 Prozent der Konsumausgaben auf Wohnen, im europäischen Durchschnitt liegt der Anteil bei rund einem Viertel. Besonders hoch ist die Belastung in Tschechien mit 32 Prozent, am niedrigsten in Kroatien mit 14,4 Prozent. Auffällig ist laut IW allerdings, dass der Anteil der Mieten an den Gesamtausgaben in Deutschland seit 2021 von 7,8 auf 7,0 Prozent gesunken ist.
Beim Verkehr liegt Deutschland ebenfalls weit vorne. Mit 14,2 Prozent der Konsumausgaben gehört die Bundesrepublik in dieser Kategorie zur Spitzengruppe innerhalb der EU. Nur in Slowenien und Litauen wird anteilig noch mehr für Mobilität ausgegeben. Der europäische Durchschnitt liegt hier bei 12,7 Prozent.
Anders sieht es bei Nahrungsmitteln aus. Dafür geben die Deutschen mit 11,2 Prozent einen geringeren Anteil ihres Budgets aus als der EU-Durchschnitt von 13,2 Prozent. Besonders hoch fällt dieser Anteil in Rumänien mit über 23 Prozent aus, während Luxemburg mit 9,3 Prozent den niedrigsten Wert verzeichnet.
Auch bei Restaurantbesuchen halten sich die Deutschen im Vergleich eher zurück. Mit 6,3 Prozent liegen die Ausgaben in diesem Bereich deutlich unter dem europäischen Mittelwert von 9,2 Prozent.
Nach Einschätzung des IW hängen diese Unterschiede vor allem mit Kaufkraft, Preisniveau und Konsumgewohnheiten zusammen. Länder mit höherem Einkommen und vergleichsweise günstigeren Grundbedürfnissen können mehr Geld in Freizeit und persönliche Lebensqualität investieren. Für Deutschland zeigt sich aus Sicht der Studienautoren deshalb: Wer weniger für Lebensmittel ausgeben muss und über vergleichsweise hohe Einkommen verfügt, hat mehr Spielraum für Erholung, Kultur und Freizeitangebote.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Institut der Deutschen Wirtschaft/Veröffentlicht am 01.07.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.











